.

Odin A. Haller, M. A.

Historiker
Literaturwissenschaftler
Mediävist

Biogramm

E-Mail: geschichte[at]odinhaller.de

Web: www.geschichte-odinhaller.de

Instagram: @gotenkoenig

 

Odin Alarich Haller ist Mediävist mit einem Forschungsschwerpunkt auf der vergleichenden Landes- und Regionalgeschichte. Er absolvierte das Bachelor- und Masterstudium an der TU Chemnitz in Europäischer Geschichte. An den Universitäten in Chemnitz und Bamberg übernahm er für verschiedene Lehrstühle Hilfskrafttätigkeiten und war an verschiedenen Projekten beteiligt etwa zur Schlachtfeldarchäologie, der Erstellung einer digitalen Edition des Streit König Friedrichs (Schlacht bei Mühldorf 1322), der virtuellen Sichtbarmachung der Chemnitzer Mikwe im ARCHIVE-Projekt und der visuellen Aufbereitung der Geschichte des Klosters Mildenfurth. Für seine Bachelorarbeit „Johann von Sachsen und das Mittelalter“ erhielt er 2024 den Hubert-Ermisch-Preis für Geschichte und Kultur Sachsens. Seine Masterarbeit trägt den Titel „Krieg mit den Anderen oder: Kumanen in den Heeren der Habsburger. Formen der Abjektivierung in den historiographischen Beschreibungen zu den Schlachten bei Dürnkrut und Jedenspeigen (1278) und Mühldorf (1322)“. Derzeitig beendet er parallel seinen Master in Interkultureller Germanistik mit den Schwerpunkten interkulturelle Mediävistik und Digital Humanities. 

Haller ist derzeitig wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Professuren für Geschichte Europas im Mittelalter und in der frühen Neuzeit sowie für Europäische Regionalgeschichte an der Technischen Universität Chemnitz und war dort wie auch an der Universität Passau Lehrbeauftragter.

Im Zentrum seiner Forschung steht die Untersuchung des regionalen Niederadels. Innerhalb des EFRE-Interregprojekts zum kulturellen Erbe des Vogt- und Egerlandes verantwortet er das Teilprojekt „Kleine Aufsteiger“, wo er sich der sozioökonomischen und militärischen Strategien adeliger Familien dieser historischen Doppellandschaft widmet. Diese landesgeschichtliche Spezialisierung verfolgt er zudem im Rahmen seines Dissertationsvorhabens, welches den Niederadel im Vogtland zwischen 1300 und 1600 in den Blick nimmt.

Lehre

WS 2026/27 (Universität Passau)

Proseminar: Der letzte Ritter? Kaiser Maximilian I. und seine Zeit: Transformationen und Herrschaft zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit


SS 2026 (TU Chemnitz)

Seminar: "Kleine Aufsteiger" - niederadlige Familien im Eger- und Vogtland im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit (1300-1600)

 

WS 2025/26 (Universität Passau)

Proseminar: Religiöse Strömungen und Konflikte im spätmittelalterlichen Reich – mit besonderem Schwerpunkt auf den Hussitenkriegen (1419-1434)

 

SS 2023 (TU Chemnitz)

Übung: Schlachtfeldarchäolige (gemeinsam mit Prof. Dr. Martin Clauss und Pauline Pötzsch, M.A.)

Im Archiv verdichtet sich Forschung zur Erfahrung. Hier offenbart sich die „Erotik des Originals“: das leise Knistern beim Umblättern, die Tinte, die in das Papier eingesickert ist, die hastige Handschrift eines längst Entschlafenen. Das Original trägt Spuren von Händen, Entscheidungen, Irrtümern und Hoffnungen. Es widersetzt sich der bloßen Abstraktion und fordert Nähe.

 

- Odin A. Haller

anstehende Veranstaltungen

16.11.2026

Vortrag gemeinsam mit Prof. Dr. Christoph Fasbender "Die Oelsnitzer Reimchronik von 1626. Bericht aus den editorischen Vorarbeiten" im Rahmen des mediävistischen Forschungskolloquiums an der Technischen Universität Chemnitz am 16.11.2026.

23.11.2026

Vortrag "Bis dass der Tod euch scheidet? Die 'Tettauer Bluthochzeit' von 1544 im Kontext niederadeliger Heiratskreise und Familiennetzwerke im frühneuzeitlichen Vogtland" im Rahmen des mediävistischen Forschungskolloquiums an der Technischen Universität Chemnitz am 23.11.2026.

Ausbildung

seit 07/2024

wissenschaftlicher Mitarbeiter im Teilprojekt: "Kleine Aufsteiger’ sozioökonomische und militärische Strategien niederadeliger Familien im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit (14.-17. Jh.) im Vogtland und in angrenzenden Regionen)" innerhalb des EFRE-Projektes „Kulturelles Erbe des Vogt- und Egerlandes“

 

01/2026 - 09/2026

wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Geschichte Europas im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit an der TU Chemnitz

 

10/2025 - 04/2026

Lehrauftrag an der Universität Passau: Proseminar Religiöse Strömungen und Konflikte im spätmittelalterlichen Reich – mit besonderem Schwerpunkt auf den Hussitenkriegen (1419-1434) (WiSe 25/26)

 

07/2025  - 12/2025

wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt: ARCHIVE-eXpo (Augmented Reality in Chemnitz für historische, inklusive und virtuelle Erlebnisse) an der Professur für Geschichte Europas im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit

 

09/2024  - 12/2024

wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt: ARCHIVE (Augmented Reality in Chemnitz für historische, inklusive und virtuelle Erlebnisse) an der Professur Mensch und Technik

 

07/2024

Vortrag: Between Authenticity and Imagination: The Reception of Walther's Palestine Song in Medieval Folk (Rock) am 01.07.2024 auf dem International Medieval Congress in Leeds (UK).

 

06/2024

Masterarbeit: Krieg mit den Anderen oder: Kumanen in den spätmittelalterlichen Heeren der Habsburger. Formen der Abjektivierung in den erzählenden Quellen zu den Schlachten bei Dürnkrut (1278) und Mühldorf (1322)

 

04/2024

Verleihung des Hubert-Ermisch-Preises für Geschichte und Kultur Sachsens durch den Verein für Sächsische Landesgeschichte e.V. für die Bachelorarbeit "Johann von Sachsen und das Mittelalter". Pressemitteilung

 

03/2024 - 07/2024

wissenschaftliche Hilfskraft an der Professur Mensch und Technik an der TU Chemnitz (Mitarbeit am Projekt ARCHIVE; Content-Erstellung für eine Augmented Reality-App zur Chemnitzer Stadtgeschichte)

 

09/2023 - 06/2024

wissenschaftliche Hilfskraft an der Professur Deutsche Literatur- und Sprachgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit an der TU Chemnitz (BMBF-Projekt "Erstellung eines Narrativs für eine digitalen Aufbereitung zur Geschichte des Klosters Mildenfurth bei Weida im Vogtland"). Pressemitteilung

 

08/2023 - 12/2023 + 04/2024 - 07/2024

wissenschaftliche Hilfskraft an der Professur Germanistische Mittelalterforschung der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Erstellen einer digitalen Edition: Der Streit König Friedrichs)

 

05/2023

Bachelorarbeit: Johann von Sachsen und das Mittelalter

 

04/2023 - 06/2024

Studium an der TU Chemnitz
M. A. Europäische Geschichte 

 

seit 04/2023 - heute

Studium an der TU Chemnitz
M. A. Interkulturelle Germanistik (Schwerpunkte: Interkulturelle Mediävistik; Digital Humanities) 

 

10/2022 - 10/2023

Hilfskraft im Forschungsprojekt zur Schlachtfeldarchäologie

Übung: 'Schlachtfeldarchäologie' im SoSe 23 (gemeinsam mit Prof. Dr. Martin Clauss und Pauline Pötzsch, M.A.)

 

10/2022 - 10/2024

Deutschlandstipendiat an der TU Chemnitz

 

04/2021 - 07/2024

Tutor und studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskraft an der Professur für Geschichte Europas im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit an der TU Chemnitz

 

10/2020 - 04/2023

Studium an der TU Chemnitz

B.A. Europäische Geschichte


Hubert-Ermisch-Preis für Geschichte und Kultur Sachsens 2024

Im Jahr 2024 wurde meine Bachelorarbeit "Johann von Sachsen und das Mittelalter" mit dem Hubert-Ermisch-Preis für Geschichte und Kultur Sachsens des Vereins für sächsische Landesgeschichte e. V. ausgezeichnet. Nach Auffassung der Jury ragte die Arbeit nicht nur aufgrund ihrer originellen Themenstellung im Bewerberfeld heraus, sondern konnte vor allem in fachlicher wie auch in methodischer Hinsicht überzeugen. Die Beziehung König Johanns von Sachsen (1801-1873) zum Mittelalter wird in der preisgekrönten Bachelorarbeit in mehreren Feldern ausgeleuchtet: lyrische Dichtung, Dante-Übersetzung, Mittelalter-Forschung, Denkmalpflege und Kulturpolitik. Dafür war es notwendig, eine Vielzahl heterogener Quellen zu sammeln und die jeweilige Literatur zu erschließen. Entscheidend für die innovative Leistung der Arbeit war neben der kritischen Auseinandersetzung mit den vorliegenden Forschungen zu König Johann vor allem der Rückgriff auf das Konzept der Mittelaltertransformation und des erinnerungskulturellen Mediävalismus. 

In der Bewertung wurde besonders positiv hervorgehoben, wie diese Konzepte konsequent in der Arbeit eingesetzt wurden, um die Aktivitäten König Johanns auf dem Feld der Mittelalter-Aneignung und eingebettet in die kulturellen Strömungen seiner Zeit neu zu verstehen. Damit verknüpfte Haller aktuelle Forschungstrends im Bereich der Rezeptionskulturen mit Desideraten um die Erforschung des Lebens und Wirkens Johanns von Sachsen. Zudem wurden die Perspektiven der Kulturgeschichte von Monarchie und Gesellschaft im 19. Jahrhundert mit Forschungsergebnissen der Literaturgeschichte kombiniert. „Dies alles geschieht im Rahmen einer Bachelorarbeit auf angemessen knappem Raum, aber auf effiziente und stets wissenschaftlich nachvollziehbare Weise“, so die Erste Vorsitzende des Vereins, Dr. Judith Matzke. In ihrer Laudatio betonte die Vereinsvorsitzende die große Bedeutung, die die Arbeit und der damit verbundene Festvortrag für den Verein haben.

Publikationen

Aufsätze und Essays

  • "Ihr Ausspruch ‚Bleiben wir darum bei unserm Mittelalter‘ ist mir ganz aus der Seele genommen." Curt von Raab (1834-1908) und die Erforschung des vogtländischen Niederadels. In: Florian Geidner/Grischa Vercamer (Hrsg.), Adlige Lebenswelten im Eger- und Vogtland in der Moderne (18. –20. Jahrhundert). Dynamiken und Verflechtungen im Zusammenspiel mit den Nachbarregionen, Halle 2027 [im Druck]. 
     
  • Erzählte Wappen: Wappensagen adliger Familien des Vogt- und Egerlandes. Narrative Verdichtung von Erinnerung und Identität. In: Christoph Fasbender/Tim Steuk (Hrsg.), Erzählen im Vogt- und Egerland, N.N. 2027 [im Druck]. 
     
  • „vndt schreibe auch diese kleine meinung mir nicht zum ruhm oder edelkeit“: sozioökonomische und militärische Strategien des ‚Aufsteigens‘ und ‚Obenbleibens‘ in der Autobiographie des egerländischen Ritters Christoph von Thein (1453-1516). In: Ders./Grischa Vercamer (Hrsg.), ‚Aufsteigen‘ und ‚Obenbleiben‘ – Lebenswelten und Transformationsstrategien niederadeliger Familien im Vogt- und Egerland sowie den angrenzenden Regionen im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit, Halle 2027 [im Druck]. 
     
  • “Do slugen sy, do morten sy an alle barmhertczigkeit unde schonten nymandis" oder: Das Blutbad auf dem alten Schlosse zu Plauen: Sagen über die Hussiteneinfälle ins Vogt - und Egerland als Erinnerungsschleusen.” In: Tim Steuk/Luca Kirchberger (Hrsg.), Erfahrung, die im Erzählen zu sich selbst kommt, N.N. 2027 [im Druck].  
     
  • “Das Mittelalter im Blick des Staatsmanns oder: Churchill als Historiker? Anglosphäre und Mittelaltertransformation in Winston Churchills ‘The Birth of Britain’”. In: Franziska Bartl/Stefan Schieren (Hrsg.), „Churchill – Mythos und Wirklichkeit“ / Churchill – Myth and Reality“, Berlin 2027 [im Druck]. 
     
  • „Ein nunmehr wieder zu Ehren gebrachtes Mittelalter“. Mittelaltertransformationen bei Johann von Sachsen. In: Neues Archiv für Sächsische Geschichte 96 (2026), S. 91-122.
     
  • zusammen mit Henrik Hamann und Grischa Vercamer: Kulturelles Erbe des Vogt- und Egerlandes (EU-Interreg 2024–2027). Einführung und Vorstellung zweier historischer Teilprojekte zum Niederadel (14.–17. Jahrhundert) und zum Deutschen Orden in der Region. In: Neues Archiv für Sächsische Geschichte 96 (2026), S. 318-352. 
     
  • Art. Joseph Levin von Metzsch. In: Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde,
    https://saebi.isgv.de/biografie/2869 [Stand 25.08.2026, Aufruf 31.08.2026].
     
  • Der Streit König Friedrichs: Ein interdisziplinäres Lehr-Lernprojekt. In: Martin Clauss/Gesine Mierke (Hrsg.), Der Streit König Friedrichs: Digitale Edition (2025). Abgerufen am 24.06.2025 von https://www.museum-muehldorf.de/ritterschlacht-edition/einleitung.html. 
     
  • Zum historischen Kontext des "Streits König Friedrichs". In: Martin Clauss/Gesine Mierke (Hrsg.), Der Streit König Friedrichs: Digitale Edition (2025). Abgerufen am 24.06.2025 von https://www.museum-muehldorf.de/ritterschlacht-edition/historischer_kontext.html.
     
  • zusammen mit Henrik Hamann und Grischa Vercamer (22. April 2025). Von Deutschordensbrüdern und Niederadeligen aus dem deutsch-tschechischen Grenzland. Vorstellung dreier historischer Projekte im Rahmen des EU-Interreg-Projekts „Kulturelles Erbe des Vogt- und Egerlandes“. Saxorum. Abgerufen am 28. April 2025 von https://doi.org/10.58079/13s5r .
     
  • Seine Majestät, ein Mediävist? – Das Mittelalterbild Johanns von Sachsen. In: Sächsische Heimatblätter 4 (2024), S. 421-425.
     
  • “Il savio Ré Giovanni di Sassonia!” –  Italienreisen eines Dantomanen. In: Thomas Stiegler (Hrsg.), Wenn jemand eine Reise tut … Kulturgeschichten des Reisens, Grieskirchen 2024, S. 137-148.
     
  • Vom Siegel bis zum Logo oder: "hie gut wettinisch allewege!". Kulturhistorische Überlegungen zur Geschichte und Performanz des Chemnitzer Stadtwappens. In: Chemnitzer Geschichtskalender (2023) p. 1-14. zum Artikel.
     

Vorträge

  • "Natum ex muliere corrupta, sed conceptum ex virgine." Eschatologische 'Geilheit' und das Übermaß der Endzeit in den Wirsberger Prophezeiungen im Rahmen der Festtagung für Prof. Dr. Christoph Fasbender vom 05.-06.06.2026 in Chemnitz. 
     
  • Pixel statt Backstein: Digitale Fenster in die Stadtgeschichte am 11.05.2026 zum 28. Geschichtsstammtischs des Chemnitzer Geschichtsverein e.V. 1990 in Chemnitz. 
     
  • "Seindt Ober- und Untergerichte denen von Trizschler doselbst zustendig." Der Adel als lokaler Herrschaftsträger in Reuß ä. L. (1550 – 1650). Vortrag auf der Tagung „Adelige Lebenswelten in Thüringen 1555–1849“ auf dem Rittergut Knau vom 19.–21. März 2026. [Aufsatz in Vorbereitung]. 
     
  • Die Chemnitzer Mikwe - ein virtueller Besuch am 06.10.2025 im Rahmen der Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz. [Aufsatz in Vorbereitung]. 
     
  • Johann von Sachsen und das Mittelalter am 01.06.2025 im Rahmen der Matinée der Accademia Dantesca Jahnhishausen e.V.
     
  • Krieg mit den Anderen. Formen der Abjektivierung in spätmittelalterlichen Schlachtenbeschreibungen am 28.11.2024 auf der AWA-Nachwuchstagung "Alte Medien. Neue Stimmen". Studierendentagung für Mediävistik vom 28. bis 29. November 2024 im Schreyvogelsaal der Hofburg Wien. [Aufsatz in Vorbereitung]
     
  • Between Authenticity and Imagination: The Reception of Walther's Palestine Song in Medieval Folk (Rock) am 01.07.2024 auf dem International Medieval Congress in Leeds (UK).
     
  • Johann von Sachsen und das Mittelalter (Festvortrag im Rahmen der Verleihung des Hubert-Ermisch-Preises für Geschichte und Kultur Sachsens 2024 am 27.04.24 in Dresden).
     
  • Bunt und finster – laut und kantig. Das Mittelalter in Film und Musik am 15.09.2023 im Rahmen der Chemnitzer Abituriententagung (CHAT) vom 15.09.-17.09.2023.(gemeinsam mit Prof. Dr. Martin Clauss). zum Flyer
     
  • Zur Geschichte des Liberalismus in Sachsen. Schlüsselmomente bis 1919 (RPJ-Stammtisch der Jungen Liberalen in Chemnitz am 25.05.23).

Sprachen

DEUTSCH (Muttersprache)

ENGLISCH (fließend, B2)

SPANISCH (konversationssicher, B1)

RUSSISCH (Grundkenntnisse, B1)

TSCHECHISCH (Grundkenntnisse A2)

LATEIN (Latinum)

Fachbezogene Mitgliedschaften

Chemnitzer Geschichtsverein e. V.

AG Mikwe der Stadt Chemnitz

Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V.

Arbeitskreis Militärgeschichte e. V.

Prinz-Albert-Gesellschaft e. V.

Gesellschaft für staufische Geschichte e. V.

Verein für Sächsische Landesgeschichte e. V.

THE ACROSS ALLIANCE. European Cross-Border University

Vogtländischer Geschichtsverein e. V.

 

Wir, Luca Kirchberger und Odin Haller, möchten einen Verein gründen, der sich der Erforschung der Hexenverfolgungen in Mitteldeutschland widmet. Im Zentrum stehen dabei eine transdisziplinäre Perspektive, quellennahe Forschung und die kritische Auseinandersetzung mit den historischen Voraussetzungen, Verläufen und Nachwirkungen der Verfolgungen, sowie das Gedenken und das Bewahren der Erinnerung an die Prozesse.

Unser Verein soll ein Ort für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Projekte sein – für Forschende ebenso wie für Menschen, die sich aus anderen Perspektiven für das Thema interessieren und engagieren möchten.



Einige meiner Projekte


Niederadel im Vogtland
(1300-1600)

Im Rahmen des EU-Interreg-Projektes "Kulturelles Erbe des Vogt- und Egerlandes" (2024-2027) war ich Verantwortlicher für das Teilprojekt "Kleine Aufsteiger - sozioökonomische und militärische Strategien niederadeliger Familien im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit (14.-16. Jh.) im Vogtland und angrenzenden Regionen". Hier entstanden neben einer Monographie zum Thema auch Museumsausstellungen in Mylau und andernorts. Gemeinsam mit Grischa Vercamer wurde ein Tagungsband herausgegeben, der neue Perspektiven auf die soziale Mobilität zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeiit sowie auf niederadelige Lebenwelten eröffnete. 


Die Oelsnitzer Reimchronik 
des Christoph Fürgang (1626)

Erstellung einer kritischen Edition 
mit Prof. Dr. Christoph Fasbender

Mit der 1626 verfassten Oelsnitzer Reimchronik hinterließ der aus Oelsnitz im Vogtland stammende Theologe Christoph Fürgang ein bedeutendes Zeugnis der frühneuzeitlichen Stadt- und Landesgeschichtsschreibung. In Versform schildert er die Geschichte seiner Heimatstadt und verbindet historische Überlieferungen mit Darstellungen der lokalen Herrschaftsverhältnisse, des städtischen Lebens, der wirtschaftlichen Grundlagen und der religiösen Kultur. Zugleich vermittelt die Chronik ein aufschlussreiches Bild des frühneuzeitlichen Geschichts- und Vaterlandsverständnisses sowie der Erinnerungskultur der vogtländischen Stadt im frühen 17. Jahrhundert. Ziel des Projekts ist die Erarbeitung einer wissenschaftlich fundierten kritischen Edition, die den Text auf Grundlage der überlieferten Handschrift erschließt und sprachliche, historische sowie textgeschichtliche Besonderheiten nachvollziehbar dokumentiert. Ein ausführlicher Sachkommentar soll Personen, Orte, Ereignisse und Quellenbezüge erläutern und die Chronik in ihren historischen Entstehungskontext einordnen. Ergänzende Register und eine wissenschaftliche Einleitung sollen die Nutzung des Werkes für die landesgeschichtliche, literaturwissenschaftliche und sprachhistorische Forschung erleichtern. Damit wird eine wichtige Quelle zur Geschichte Oelsnitz’ und des Vogtlandes für Forschung und interessierte Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Johann von Sachsen
und das Mittelalter

2024 wurde meine Bachelorarbeit "Johann von Sachsen und das Mittelalter" mit dem Hubert-Ermisch-Preis für Geschichte und Kultur Sachsens ausgezeichnet. Die Arbeit setzte nicht nur neue Impulse in der Erforschung des sächsischen Königs Johann, sondern überzeugte vor allem durch einen innovativen Zugriff auf die Rezeptioskulturen. Es wurden bereits mehrere fachwissenschaftliche wie auch populärwissenschaftliche Publikationen veröffentlicht. Auch für Vorträge zum Thema stehe ich zur Verfügung. 

ARCHIVE eXpo: VR-Modell der Chemnitzer Mikwe

Mit dem Projekt ARCHIVE-eXpo soll die an der TU Chemnitz entwickelte ARCHIVE-App (Augmented Reality in Chemnitz für historische, inklusive und virtuelle Erlebnisse) samt ihren historischen Inhalten um die Chemnitzer Mikwe der Chemnitzer Öffentlichkeit mit Hilfe eines VR-Modells nähergebracht werden.

Im Sinne der citizen science sollen so interessierte Bürger in die Forschung aus dem Bereich Mensch und Technik mit Hinblick auf das Kulturerbe der Stadt integriert werden.

 

AR-Workshop: Anne Frank. 
Eine Geschichte - neu erzählt... 

Workshop an der Oberschule "Am Flughafen": Anne Frank: eine Geschichte - neu erzählt... 

Im Rahmen der sozialen Woche richtete ich in der Klassenstufe 8 einen Workshop zu Anne Frank aus. Dabei stelle ich den Schülern nicht nur ihr Leben vor, sondern zeige auch auf, wie man ihrem Leben mit Hilfe von AR- und VR-Anwendungen sowie anderer Medien begegnen kann. 

 

Wie begegnen junge Menschen der Geschichte, wenn Zeitzeugen nicht mehr persönlich erzählen können? Der Workshop „Anne Frank: eine Geschichte – neu erzählt“ nähert sich dieser Frage über fünf aufeinander aufbauende Stationen, die dieselbe Geschichte durch ganz unterschiedliche Medien erfahrbar machen: das Original-Tagebuch, eine grafische Adaption, ein Augmented-Reality-Zeitzeugengespräch, einen virtuellen Rundgang durch das Hinterhaus und einen aktuellen Spielfilm.

Die Teilnehmenden verfolgen zunächst Anne Franks Lebensstationen von Frankfurt über Amsterdam bis zu den Konzentrationslagern Auschwitz und Bergen-Belsen. Anschließend vergleichen sie einen konkreten Tagebucheintrag mit der entsprechenden Szene der Graphic Novel und arbeiten heraus, was ein Bild zusätzlich zeigt – und was dabei verloren geht. Im Zentrum steht die App „WDR AR 1933–45“: In augmented-reality-gestützten Interviews „erzählen“ die realen Zeitzeuginnen Jacqueline van Maarsen und Hannah Elisabeth Goslar von ihrer Freundschaft mit Anne Frank. Ein VR-Rundgang durch das Anne-Frank-Haus und ein Ausschnitt aus dem Animationsfilm „Wo ist Anne Frank?“ (2023) ergänzen die Erfahrung um weitere mediale Zugänge.

Didaktisch geht es dabei nie nur um Anne Frank allein, sondern immer auch um die Frage, wie Medien Geschichte formen: Jede Station wird anhand von Beobachtungs- und Vergleichsbögen reflektiert – etwa, wer erzählt, was gezeigt und was weggelassen wird, welche Gefühle nahegelegt werden und was ein Medium besonders glaubwürdig oder besonders angreifbar macht. So entwickeln die Schüler nicht nur historisches Wissen, sondern auch Quellen- und Medienkompetenz sowie ein reflektiertes Verständnis dafür, welche Chancen und Grenzen digitale bzw. virtuelle Zeitzeugenschaft mit sich bringt.

Der Workshop wird mit einer eigenen Arbeitsmappe durchgeführt, eignet sich für die Sekundarstufe I und lässt sich als Projekttag oder im Rahmen von Projektwochen flexibel in den Schulalltag integrieren.

* Kennzeichnet erforderliche Felder
Ich danke Ihnen! Wir werden uns so schnell wie möglich bei Ihnen melden.

Kontakt

E-mail: geschichte[at]odinhaller.de

Anschrift: Reichenhainer Str. 39 / Raum 306

Information icon

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden der Übersetzungen

Wir nutzen einen Drittanbieter-Service, um den Inhalt der Website zu übersetzen, der möglicherweise Daten über Ihre Aktivitäten sammelt. Bitte überprüfen Sie die Details in der Datenschutzerklärung und akzeptieren Sie den Dienst, um die Übersetzungen zu sehen.